Diabetes (Typ-2, Prädiabetes & kardiometabolisches Risiko)

Blutzucker sicher einordnen, Folgerisiken senken, alltagstauglich behandeln.
Diabetes betrifft Stoffwechsel, Herz-Kreislauf, Nieren, Nerven und Augen. Wir prüfen Zucker- und Fettstoffwechsel, Blutdruck und Organschutz – und entwickeln eine realistische, messbare Strategie aus Lebensstil, Medikamenten (bei Bedarf) und regelmäßigen Kontrollen.

Für wen ist die Abklärung sinnvoll?

  • Auffällige Werte: Nüchternglukose, HbA1c, OGTT-Grenzwerte

  • Symptome: vermehrter Durst/Harndrang, Müdigkeit, Leistungsknick, wiederkehrende Infekte

  • Risikoprofil: Übergewicht/abdominelle Adipositas, familiäre Belastung, Bluthochdruck, Dyslipidämie, Schlafapnoe, Bewegungsmangel

  • Bekannter Diabetes/Prädiabetes – Wunsch nach strukturierter Einstellung und kardiovaskulärer Prävention

Was wollen wir klären?

  1. Diagnose & Stadium: Prädiabetes vs. manifest (HbA1c/Nüchternzucker/OGTT)

  2. Kardiometabolisches Risiko: Blutdruck, Lipide, Nierenfunktion/Albuminurie, Leber (NAFLD)

  3. Organscreening: Neuropathie-/Fuß-Check, Retinopathie-Status (im Netzwerk), EKG/Herz

  4. Therapiebedarf: Reicht Lebensstil oder sind Medikamente sinnvoll? (Zielwerte, Komorbiditäten)

  5. Monitoring: Welche Messpunkte (Gewicht, Taillenumfang, HbA1c, Blutdruck, LDL, eGFR, ACR) in welchem Intervall?

Untersuchung & Methoden

    • Labor: HbA1c, Nüchternplasma­glukose, ggf. OGTT; Lipidprofil; Nierenwerte (eGFR, Albumin/Kreatinin-Quotient im Urin); Leberwerte; ggf. Vitamin D/B12 je nach Medikation

    • Körpermaße: Gewicht, Taillenumfang, BMI

    • Blutdruckprofil (Praxis ± ambulant)

    • Herz/Kreislauf: Ruhe-EKG, bei Bedarf Belastungs-EKG/Echo (kardiologische Mitbetreuung)

    • Neuropathie/Fuß: Sensibilität (Monofilament), Inspektion, Pulsstatus

    • Schlafscreening bei Tagesmüdigkeit/Schnarchen (Schlafmedizin)

So läuft die Untersuchung ab

Gesamtdauer Ersttermin: ca. 45–60 Min · Kontrollen: 20–30 Min

  1. Anamnese & Zieldefinition – Beschwerden, Gewohnheiten, Medikamente, Vorerkrankungen

  2. Messungen & Labor – Blutdruck, Maße; Blut/Urin nach Standard

  3. Erstbesprechung – Einordnung, individuelle Zielwerte (z. B. HbA1c), Startstrategie

  4. Verlauf – feste Kontrolltermine, Anpassung von Plan und Medikation

Vorbereitung – bitte beachten

  • Nüchtern für Nüchternglukose/OGTT (Wasser/ungesüßter Tee erlaubt) – wir informieren Sie vorab, was bei Ihnen nötig ist.

  • Medikamente: Bitte nichts eigenständig absetzen; wir stimmen ggf. Anpassungen ab.

  • Protokoll (3–7 Tage): Ess-/Bewegungszeiten, ggf. Heim-Blutdruck – hilft bei der Planung.

  • Vorbefunde (Labor/Arztbriefe) mitbringen.

Häufige Fragen

Sicherheit & Verträglichkeit
  • Unterzuckerungs-Warnzeichen (bei bestimmten Medikamenten/Insulin): Zittern, Schwitzen, Schwäche, Konzentrationsstörung – Traubenzucker bereit­halten; Schulung folgt bei Bedarf.

  • Sick-Day-Regeln (Infekt/Dehydratation): manche Medikamente vorübergehend pausieren – nur nach ärztlicher Absprache.

  • Wechselwirkungen und Kontraindikationen berücksichtigen (z. B. Nierenfunktion).

  • Bei akuten Warnzeichen (Brustschmerz, starke Atemnot, neurologische Ausfälle): 112.

Ja – mit Gewichtsreduktion, Bewegung und Ernährung lässt sich das Risiko deutlich senken; Werte können wieder in den Normalbereich gehen.

Kann funktionieren, wenn es zu Ihrem Alltag passt. Entscheidend bleibt die Wochenbilanz (Kalorien/Nährstoffqualität) und eine medizinische Begleitung bei Medikation.

GLP-1-basierte Therapien können wirksam sein – Indikation, Aufklärung, Verträglichkeit und kardiometabolischer Nutzen werden individuell geprüft. Sie ersetzen Lebensstil nicht.

Zu Beginn enger (z. B. alle 3 Monate), später halbjährlich/jährlich – abhängig von Stabilität, Zielen und Begleiterkrankungen.

Weil Diabetes das Herz-/Gefäßrisiko erhöht. Ein niedriges LDL reduziert Herzinfarkt-/Schlaganfallrisiko messbar.

Ein aktives Herz ist ein gesundes Herz

Nach Abschluss der Untersuchungen besprechen wir die Ergebnisse in einem persönlichen Termin mit Ihnen, um mögliche weitere Maßnahmen oder Behandlungsoptionen mit Ihnen zu erörtern.

Lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, dass Ihr Herz in Bestform bleibt! Wenn Sie Fragen zu diesen Untersuchungen haben oder einen Termin vereinbaren möchten, kommen Sie gerne auf uns zu.

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